Der CDU-Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert war in diesem Jahr Festredner beim traditionellen Neujahrstreffen der CDU Immenhausen am 20. Januar 2012 in der Immenhäuser Jahnturnhalle.
Nach der Begrüßung durch den stellv. CDU-Fraktionsvorsitzenden Diethelm Robrecht und Grußworten durch den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Hartmut Lind, den Bürgermeister Herbert Rössel (SPD) und die stellv. CDU-Kreisvorsitzende Jutta Rüddenklau, sprach Bernd Siebert vor etwa 70 Gästen über die Ereignisse des vergangenen Jahres und die aktuelle Bundespolitik. Siebert, der den Bundestagswahlkreis Waldeck, zu dem Immenhausen gehört, für die Landesgruppe Hessen betreut, erinnerte dabei an die vielen Herausforderungen, denen die Politik im Jahr 2011 gegenüberstand. Angefangen von den Ereignissen in Nordafrika, der Abschaffung der Wehrpflicht und der Energiewende als Reaktion auf die Natur- und Reaktorkatastrophe in Japan bis hin zur europäischen Finanzkrise sprach Siebert über die wichtigsten Entwicklungen des vergangenen Jahres. Er betonte dabei, dass die CDU-geführte Bundesregierung im Rückblick die richtigen Entscheidungen getroffen habe. Als langjähriger Verteidigungspolitiker betonte er die Notwendigkeit der Bundeswehrreform und die bisher positiv verlaufenen Umstellung von der Wehrpflicht zur Freiwilligenarmee. Dabei ging er auch auf die damit zusammenhängende Veränderung im Bereich des ehemaligen Zivildienstes ein. Die begonnen Bundeswehrstrukturreform führe zu einer deutlichen Verkleinerung der Bundeswehr, die natürlich auch zu einer Verringerung der Standorte führe. Dabei sei Nordhessen diesmal gut weggekommen, da bis auf Rotenburg alle Bundeswehrstandorte erhalten werden konnten und man erreicht habe, das das für ganz Hessen zuständige neue „Karriere-Center“ seinen Sitz in Kassel bekomme. Auch den Standort des Heeresmusikkorps in Kassel habe man erhalten können.
In Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa machte Siebert deutlich, dass die Entwicklung der Arbeitslosigkeit zu einem historischen Tiefstand in Deutschland geführt habe. Diese positive Entwicklung habe enorme Auswirkungen auf die aktuelle Situation der Sozialversicherungen. Dies sei gerade mit Blick auf die allgemeine demographische Entwicklung unglaublich wichtig. Im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten sei auch gerade die Lage bei der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ganz hervorragend. Diese wirtschaftlichen Kennzahlen seien ein eindeutiger Beweis für die erfolgreiche Arbeit der Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel. Siebert machte deutlich, dass dieser Zusammenhang zwischen der positiven wirtschaftlichen Entwicklung und der Politik der CDU auf Bundesebene immer wieder betont werden müsse. Besonders mit Blick auf die Staatsverschuldung und die Notwendigkeit, diese in Zukunft konsequent auf allen staatlichen Ebenen zurückzuführen, sprach sich Siebert dafür aus, den von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Bundesebene und unter Ministerpräsident Volker Bouffier auf Landesebene eingeschlagenen Kurs fortzusetzen. Auch für das Jahr 2012 gab sich Siebert optimistisch, dass das jährliche Wirtschaftswachstum am Ende wieder größer würde als vorhergesagt.
Abschließend sprach Siebert auch noch die aktuellen Ereignisse im Zusammenhang mit Bundespräsident Christian Wulff an. Dabei machte er deutlich, dass die Bundestagsfraktion auch weiterhin hinter Wulff stehe. Gleichzeitig mache die Diskussion aber deutlich, dass nicht nur politisch Handelnde sich für ihr Tun verantworten müssten, sondern auch Medienvertreter bei der Erfüllung ihrer Aufgaben immer wieder daran erinnert werden sollten, dass auch sie Verantwortung tragen.