BAD KARLSHAFEN / BEVERUNGEN . In einem gemeinsamen Ortstermin haben sich ostwestfälische und nordhessische CDU-Landes- und Bundespolitiker von Hessen Mobil über den Stand der B83-Ortsumgehung Bad Karlshafen-Beverungen/Herstelle informieren lassen. Als ranghöchste Bad Karlshafener Kommunalpolitiker kamen Bürgermeister Marcus Dittrich und Stadtverordnetenvorsteherin Maria Luise Niemetz dazu. Mit großer Zufriedenheit wurden dabei die Aussagen von Volker Löwer (Bau- und Planungsdezernent Hessen Mobil) sowie Stephan Nolte und Michael Seidel (Hessen Mobil-Projektleiter vor Ort) aufgenommen, dass die Maßnahme im zuletzt festgelegten Kostenrahmen liege und im Herbst 2022 für den Verkehr freigegeben werden könne. Mit dem 35-Millionen-Projekt werden nicht nur die Orte Helmarshausen, Bad Karlshafen und Herstelle vom Durchgangsverkehr entlastet, die grenzüberschreitende Streckenführung der B83 verkürzt sich zudem um stolze 7,4 Kilometer.

Organisiert wurde der Termin vom kürzlich nachgerückten Bundestagsabgeordneten Thomas Viesehon, der sich in der letzten Legislaturperiode als Verkehrsausschussmitglied für dieses und weitere Verkehrsinfrastrukturprojekte in der Region eingesetzt hatte. Weitere hessische Teilnehmer waren Landtagsabgeordneter Armin Schwarz, der als Viesehons Nachfolger im Wahlkreis Waldeck/Kassel-Land kandidiert und der örtliche CDU-Kreisvorsitzende Michael Aufenanger, der sich um das Bundestagsmandat im Nachbarwahlkreis Kassel/Kassel-Land bewirbt. Aus Ostwestfalen nahmen Bundestagsabgeordneter Christian Haase und Landtagsabgeordneter Matthias Goeken teil.

Vor der Baustellenbesichtigung gab Dezernent Löwer einen kurzen Überblick über die neue Organisationsstruktur von Hessen Mobil. Im Anschluss stellten die Projektleiter Nolte und Seidel die im Dreiländereck von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen liegende Baumaßnahme vor. Dabei handele es sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW, wobei Hessen Mobil aufgrund des Bauschwerpunkts auf hessischer Seite die Federführung übernommen habe. Fünf der sieben Brückenbauwerke seien mittlerweile fertiggestellt, die Auftragsvergabe für die Fahrbahndecke erfolge in den nächsten Wochen. Nach der Verkehrsfreigabe folge noch der Rückbau von Baustraßen und Teilen der bisherigen Bundesstraße. Es gelte zudem die Zusage, die zurückzustufenden Abschnitte im bisherigen B83-Verlauf in einem ordentlichen Zustand an die zukünftigen Baulastträger zu übergeben.

Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von den Rahmendaten der 35 Millionen Euro teuren Infrastrukturmaßnahme. So würden rund 270.000 Kubikmeter Boden bewegt sowie 30.000 Tonnen Asphaltmaterial, 80.000 Tonnen steiniges Material, 17.000 m³ Beton und 3.000 Tonnen Stahl verbaut. Resümee aller Teilnehmer war übereinstimmend, dass die Ortsumgehung ein wichtiger Baustein für die Verkehrsinfrastruktur in Nordhessen und Ostwestfalen sei und die Verbindung zwischen Höxter und Kassel deutlich verbessere.

Der sachliche und konstruktive Austausch zwischen den Teilnehmern machte allen sichtlich Freude und soll auch bei weiteren grenzüberschreitenden Themen fortgesetzt werden. MdB Haase nannte hier das Atommüll-Logistikzentrum Würgassen und MdL Goeken den öffentlichen Personennahverkehr.

Bildunterschrift: Beim Ortstermin an der B83-Ortsumgehung Bad Karlshafen-Beverungen/Herstelle besichtigten die ostwestfälischen und nordhessischen CDU-Landes- und Bundespolitiker Thomas Viesehon, Michael Aufenanger, Christian Haase, Matthias Goeken und Armin Schwarz (hintere Reihe von links) gemeinsam mit Bad Karlshafens Stadtverordnetenvorsteherin Maria Luise Niemetz und Bürgermeister Marcus Dittrich auch die vor der Fertigstellung stehende Ilksbachtalbrücke. Diese ist mit einer Länge von 180 Metern das größte und mit Kosten von ca. 7,5 Millionen Euro das teuerste der insgesamt sieben Brückenbauwerke.

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