LANDKREIS KASSEL. Überall in Deutschland diskutieren engagierte CDU-Mitglieder gegen-wärtig in ihren Verbänden über zentrale Wertefragen, die der Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogrammes dienen sollen. Auch die CDU im Landkreis Kassel hatte Ende August bei einer Abendveranstaltung mit ihren Mitgliedern intensiv über mehrere Stunden über die Grundwerte der Partei und ihre Ziele diskutiert. Die Ergebnisse dieser Beratung und die per Email eingegangenen Positionen von Einzelmitgliedern und Ortsverbänden wurden zwischenzeitlich zu einem achtseitigen Thesenpapier zusammengetragen, dass am vergangenen Dienstag durch den CDU-Kreisvorstand einstimmig verabschiedet wurde.

„Das gegenwärtig gültige Grundsatzprogramm der CDU Deutschlands stammt aus dem Jahr 2007. Da steht natürlich vieles Richtige drin, aber klar ist auch, dass sich in den letzten Jah-ren auch eine ganze Reihe neuerer Entwicklungen ergeben haben, die uns Christdemokraten zu einer Neubewertung bei der Frage geführt haben, wofür stehen wir als Volkspartei aktuell und in Zukunft stehen möchten“, so CDU-Kreisvorsitzender Michael Aufenanger.

„Unsere Mitglieder beschäftigt dabei insbesondere das Thema der Digitalisierung, wobei sie vor allem die Chancen betonen, die mit ihr verbunden sind, etwa im Hinblick auf eine Attrak-tivitätssteigerung von Kommunen im ländlichen Raum“, so Aufenanger weiter. Wie ein roter Pfaden zieht sich bei den Positionen der CDU Kassel-Land auch das Thema der Stärkung des Zusammenhalts unserer Gesellschaft durch die unterschiedlichen, behandelten Themen-komplexe. „Viele Diskussionsteilnehmer haben deutlich gemacht, dass es notwendig ist, un-sere sozialen Sicherungssystem dauerhaft fit für die Zukunft zu erhalten und das dies nur geht, in dem wir die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger ins Zentrum unserer Politik stellen“, gibt Michael Aufenanger die Stimmung der CDU-Basis wieder.
Darüber hinaus sei es gerade in Zeiten des verstärkten Populismus von rechten und linken Kräften weitgehender Konsens gewesen, dass eine vom christlichen Menschbild abgeleitete, werteorientierte Politik nach wie vor für die CDU entscheidendes Unterscheidungsmerkmal zu den politischen Mitbewerbern sei. „Mir hat dabei imponiert, wie viele Mitglieder deutlich gemacht haben, dass die CDU ihre Positionierung nicht nach kurzfristigen Umfragen oder Stimmungen ausrichten sollte. So stehen wir etwa klar für einen Patriotismus ein, bei dem man offen sagen kann, dass man stolz auf Deutschland und seine Entwicklung ist, ohne gleichzeitig andere ausgrenzen zu wollen. Stolz auch darauf im Sinne der Weltoffenheit und geprägt vom christlichen Menschenbild die Themen des Klimaschutzes und der Migration anzugehen und zu meistern“, beschreibt Aufenanger.

Neben immer wieder kehrenden Themen wie Bürokratieabbau und der Entlastung von Un-ternehmensgründern und Mittelständern, legen die Mitglieder der CDU Kassel-Land auch auf das Thema „Rechte und Pflichten mündiger Bürger großen Wert“ und setzen sich vor allem dafür ein, dass jeder junge Mensch mindestens ein Jahr einen ehrenamtlichen Dienst für die Allgemeinheit bei einer Einrichtung wie der Bundeswehr, den Rettungskräften oder im Alten- und Pflegebereich leisten sollte. „Wir hoffen, dass gerade eine solche Forderung Eingang in die weiteren Beratungen des neuen CDU-Grundsatzprogrammes finden wird, be-vor es letztlich Ende 2020 auf einem Bundesparteitag verabschiedet wird“, so Michael Auf-enanger abschießend.


Zur Info: Die Thesen der CDU Kassel-Land zum Grundsatzprogramm können auch unter www.cdu-kassel-land.de/aktuelles/grundsatzprogramm/ abgerufen werden.

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