„Die von Windkraftanlagen betroffenen Bürger wurden bislang nicht ausreichend mit in die Planungen einbezogen und vor allem wurden ihre Bedenken weder gehört noch ernst genommen“, das ist das Fazit, das Frank Williges, der Vorsitzende der CDU im Landkreis Kassel nach Gesprächen mit der Bürgerinitiative in Helsa-Wickenrode/ Großalmerode sowie dem Aktionsbündnis Pro Märchenland im Reinhardswald zieht.

 

„Die Investoren, vor allem wenn es sich um öffentliche Energieversorger handelt, haben eine besondere Verantwortung für die Menschen in unserer Region. Sie dürfen nicht durch Überrumpeln der Betroffenen die Akzeptanz der erneuerbaren Energien insgesamt gefährden“, schreibt Williges den künftigen Windparkbetreibern ins Stammbuch und fügt hinzu:

 

„In Dörfern wie Wickenrode oder Helsa, die von den Windparks „Stiftswald“, „3-Berge“ und „Moskau- Kreuzstein“ geradezu umzingelt sind, ist die Situation durchaus mit Gottsbüren im Reinhardswald vergleichbar. Hier muss nicht nur eine 1000- Meter- Grenze zur Bebauung eingehalten, sondern auch die Gesamtbeeinträchtigung berücksichtigt werden.“

 

Abschließend verweist der CDU- Kreispolitiker auf den Vorstoß des Bundeslandes Bayern, statt der 1000- Meter- Grenze den 10-fachen Wert der Anlagengesamthöhe (bei 200- Meter- Anlagen also zwei Kilometer Abstand) als Mindestabstand festzulegen.

 

„Eine auch für andere Bundesländer erwägenswerte Variante“, so Williges abschließend.

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