„Wir beantragen in der Juni- Sitzung des Kreistages die Einrichtung eines Ausschusses für Integration. Dazu wollen wir die Geschäftsordnung ändern. Neben den nach der Abschaffung des Ausschusses Region Kassel noch bestehenden fünf Ausschüssen soll ein Ausschuss eingerichtet werden, der sich ausschließlich mit der Thematik Integration befasst,“ skizziert Kreistagfraktionsvorsitzender Frank Williges das Vorgehen seiner Fraktion und erläutert die Gründe:

„Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund aber auch die von Deutschen aus Osteuropa, ist eine zentrale Zukunftsaufgabe unserer Gesellschaft. Es geht schon lange nicht mehr um die Frage „ob“ wir Integration wollen, sondern „wie“ wir Integration gestalten. Neben der Reaktion auf die demographische Entwicklung, mit der das Thema Integration eng verknüpft ist, ist die Integration wohl die Hauptaufgabe der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts.

Die Entstehung bzw. Verfestigung von Parallelgesellschaften kann nur vermieden werden, wenn die Integration gelingt.

Integration ist eine Querschnittaufgabe, die alle Fachbereiche der Politik und alle Entscheidungsebenen betrifft. Daher ist es so wichtig, gerade auf kommunaler Ebene die richtigen Zeichen zu setzen. Es genügt weder die Integration als fernes bundespolitisches Problem in anderen höheren Ebenen zu belassen noch es bei den Sozialpolitikern abzuladen. Integration ist auch für die Wirtschaftspolitik, die Schulpolitik und die Kultur von essentieller Bedeutung.“

„Wir hoffen für unsere Initiative auf eine breite Zustimmung im Kreistag.“ bringt der CDU- Fraktionsvorsitzende die Hoffnung zum Ausdruck, dass die bisher festzustellende Ablehnung einiger politischer Gegner noch umzukehren sei.

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