Brandgefahren durch Fassadendämmung?

„Die furchtbare Brandkatastrophe in einem Hochhaus in London hat auch in Deutschland die Aufmerksamkeit auf die Gefahren gelenkt, die von brennbaren Materialien in Fassadendämmungen ausgehen können“, erläutert CDU- Fraktionsvorsitzender Frank Williges den Hintergrund einer Anfrage seiner Fraktion an den Kreisausschuss und ergänzt:
„Die Tatsache, dass für Hochhäuser erhöhte Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass brennbare Fassadenmaterialien auch bei niedrigeren Gebäuden zu erheblichen Gefährdungen führen können.“
„Wir werden, wenn die Antworten vorliegen, prüfen, ob weiterer Handlungsbedarf besteht und behalten uns vor, dann erneut die Initiative zu ergreifen“, so der Kreispolitiker abschließend.
Antragstext:
Bericht des Kreisausschusses zur Brandgefahr durch Fassadendämmung
Wir bitten den Kreisausschuss um Beantwortung der nachstehenden Fragen.
1. Ist dem Kreisausschuss bekannt, ob und an welchen Gebäuden des Landkreises und seiner Eigenbetriebe, inkl. der Kreiskrankenhäuser, brennbare Materialien in der Fassadendämmung vorhanden sind?
2. Wenn ja, wurden bereits Maßnahmen zur dauerhaften Sicherstellung des Brandschutzes ergriffen und um welche handelt es sich?
3. Ist dem Kreisausschuss durch die Erteilung von Baugenehmigungen bekannt, ob und an welchen Gebäuden, die nicht im Eigentum des Landkreises stehen, brennbare Materialien in der Fassadendämmung vorhanden sind?
4. Wenn ja, wurden durch den Landkreis Kassel Auflagen erlassen bzw. wie wurde reagiert?
5. Inwieweit wurden die Feuerwehren im Landkreis über brennbare Materialien in Gebäuden im Landkreise, insbesondere in den Liegenschaften des Kreises, in der Vergangenheit informiert?

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