HOFGEISMAR. Etwa 180 Gäste konnte die CDU Kassel-Land zu ihrem Wahlkampfauftakt am vergangenen Sonntag in der Hofgeismarer Stadthalle begrüßen. Wichtigster Unterstützer für die beiden Direktkandidaten Alexander Lorch (Wahlkreis Kassel-Land I) und Frank Williges (Kassel-Land II) war dabei Ministerpräsident und Spitzenkandidat Volker Bouffier. Der 66-jährige Landesvater war mit seiner Frau Ursula nach Nordhessen gekommen und zeigte sich dabei auch von einer eher privaten Seite.

Mitverantwortlich dafür ist ein neues Veranstaltungsformat, dass die Christdemokraten im hessischen Wahlkampf in allen ihren 26 Kreisverbänden durchführen und das bei der Veranstaltung in Hofgeismar seine Primäre feierte. Unter Moderation von Caroline Bosbach, Tochter des bekannten ehemaligen Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach, werden dabei zunächst die regionalen Kandidaten in einer ungezwungenen Talkrunde zu sich, ihren Hobbies und ihren politischen Zielen befragt, bevor es kurz unterbrochen durch Wahlkampfvideos eine weitere Talkrunde mit dem Ehepaar Bouffier gibt. Dabei konnten die Zuhörer unter anderem erfahren, dass sich Hessen First Lady Ursula Bouffier auch nach vielen Jahren an der Seite eines Spitzenpolitikers nicht damit abgefunden hat, dass ihr Mann bei privaten Terminen stets verspätet erscheint. Lust auf den anstehenden Wahlkampf vermittelten indes sowohl Volker als auch Ursula Bouffier. Beide betonten, dass ihnen gerade diese Zeiten die Möglichkeit bieten, die verschiedenen Regionen Hessen zu bereisen und mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen.

In seiner eigentlichen Wahlkampfrede ging Volker Bouffier im Anschluss vor allem auf den Stimmungswechsel ein, den er in den letzten Jahren gerade in Nordhessen wahrgenommen habe. Wenn er früher in die Gegend rund um Kassel gekommen sei, habe er oft von vielen Menschen gehört wie abgehängt und schwach die Region doch dastehe. Dies sei heute ganz anders: Im Regierungsbezirk Kassel sei die Arbeitslosenquote inzwischen niedriger als im hessischen Landesdurchschnitt. Die Durchschnittslöhne seien überproportional gewachsen. Auch die Lehrerversorgung und die Aufklärungsquote bei Verbrechen seien so gut wie nie zuvor. Neben dem Engagement der Menschen in Nordhessen, führte Bouffier dies auch auf die CDU-geführte Landesregierung zurück, die ganz bewusst Nordhessen zu einem Schwerpunkt ihrer Investitionspolitik gemacht habe. Dies wolle man auch nach der Landtagswahl beibehalten, um insbesondere den ländlichen Raum zu stärken, Menschen vor Ort zu halten und neue Einwohner zu gewinnen. Als zentrale Politikfelder nannte Bouffier in diesem Zusammenhang den Straßenbau, das schnelle Internet und eine verbesserte Gesundheitsversorgung, etwa durch die Etablierung von Gesundheitszentren und eine verbindliche Landarztquote.

Gerade weil alle relevanten Daten Nordhessen als eine der dynamischsten Boomregionen in Deutschland auswiesen, ermutigte Volker Bouffier seine Parteifreunde im Landkreis Kassel optimistisch und engagiert in die letzten neun Wochen bis zur Landtagswahl am 28. Oktober zu gehen. Landesweit habe man gute Chancen erneut klar stärkste Partei zu werden und gleichzeitig solle man selbstbewusst auf die Gewinnung der beiden Wahlkreise des Landkreises durch Alexander Lorch und Frank Williges hinarbeiten.

Bildunterschrift: Gut gelaunt zeigten sich der Vorsitzende der CDU Hofgeismar Henner Sattler, Landtagskandidat Frank Williges (Kassel-Land II), Ursula und Volker Bouffier sowie Landtagskandidat Alexander Lorch (Kassel-Land I) beim Wahlkampfaufakt der Christdemokraten im Landkreis Kassel.

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