Nach unserem offenen Brief an den Hessischen Sozialminister Klose (siehe Presseveröffentlichung vom 22.3.2020 „Corona-Pandemie in Hessen und im Landkreis Kassel / Öffnung der Klinik in Wolfhagen“) sehen wir im Landkreis Kassel viele positive Entwicklungen.
In unserem Schreiben an Minister Klose haben wir auf die sich abzeichnenden Probleme bei einer Zuspitzung der aktuellen Corona-Situation hingewiesen. Unsere Befürchtung war, dass eine mögliche Krankenhausöffnung im Katastrophenfall am politischen Streit zwischen Stadt und Landkreis Kassel scheitert.
„Umso mehr freuen wir uns, dass bereits kurz nach unserem Schreiben die richtigen Weichen gestellt und wichtige Vorbereitungen für eine Wiederinbetriebnahme des Krankenhauses in Wolfhagen getroffen worden sind, so Alexander Lorch, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landkreis Kassel.
Wie der HNA zu entnehmen war, meldeten die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) und der Landkreis Kassel, dass die Klinik Wolfhagen im Katastrophenfall bei einer massiven Zunahme von Corona-Patienten wieder geöffnet werden soll.
„In diesen schweren Zeiten müssen alle zusammenstehen und jede Initiative leistet dabei einen wichtigen Beitrag, die aktuelle Pandemie zu überwinden“, ergänzt Anna-Lena Habel. Und sie fügt weiter hinzu: „Die jetzige Situation zeigt, wie schwer es im Katastrophal sein kann, schnell geeignete Behandlungsmöglichkeiten aufzutun und welche Potentiale dabei auch unser Krankenhaus in Wolfhagen hat.“
Andreas Mock, Fraktionsvorsitzender der CDU Kassel-Land, sieht in der gestrigen Entscheidung des Hessischen Landtags und in den intensiven Vorbereitungen des Landkreises Kassel noch weitere Aspekte: „Wir loben das entschlossene Handeln der CDU-geführten Landesregierung und die Unterstützung aller Fraktionen gestern im Landtag. Ebenso stehen wir zu Landrat Schmidt in der aktuellen Lage hinsichtlich der Umsetzung aller notwendigen Schritte zur Bewältigung der derzeitigen Ausnahmesituation“.
Am Dienstag hatte der Hessische Landtag in einer Krisensitzung einstimmig einen Nachtrags-haushalt mit Soforthilfen in Höhe von zwei Milliarden Euro beschlossen.
Gleiches gilt aber auch für die Zukunft der beiden Kreiskliniken in Hofgeismar und Wolfhagen. Anna-Lena-Habel und Alexander Lorch sagen dazu: „Wir befürworten grundsätzlich den eingeschlagenen Weg des Landkreises. Wichtig ist uns aber insbesondere, dass die Kliniken mit einem Zukunftskonzept ausgestattet werden, dass für alle Beteiligten langfristig tragbar ist.“
Der Vorsitzende des Stadtverbandes Wolfhagen, Christoph Rasch, fasst abschließend zusammen: „Die Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebs in Wolfhagen bleibt unsere zentrale Forderung. Wir sehen in dem Krankenhaus einen unerlässlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung in unserer Stadt. Entsprechend werden auch wir das uns Mögliche dazu beitragen, damit das Krankenhaus schnell für den Notfall wieder arbeitsfähig wird.“

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