„Mit großer Überraschung habe wir einen Antrag der SPD- Kreistagsfraktion zur Erarbeitung eines Konzepts zur Windkraftnutzung für den Landkreis Kassel zur Kenntnis genommen“, kommentiert CDU- Fraktionsvorsitzender Frank Williges einen Änderungsantrag der Sozialdemokraten zu einem Antrag der Fraktion „Die Linke“ und erläutert seine Überraschung:

„Der Ursprungsantrag der Linken ist ein neuer untauglicher Versuch, den Bau des Flughafens Kassel- Calden zu behindern und nicht Teil eines energiepolitischen Gesamtkonzepts. An dieser Stelle, an der es um den Abbau einiger Windkraftanlagen zur Gewährleistung der An- und Abflugsicherheit geht, die Erarbeitung eines Energiekonzepts fest zu machen, zeugt von politischem Unvermögen. Wenn es der SPD wirklich um ein Energiekonzept ginge, so wäre dazu ein eigener Antrag der SPD im Kreistag glaubwürdig, nicht aber dieses Vehikel, das zur eigentlich richtigen Ablehnung eines überflüssigen Antrags in die Welt gesetzt wurde.“

Interessant und entlarvend sei aber auch, so Williges, dass die SPD bei der Erarbeitung eines Energiekonzepts die Städtischen Werke Kassel und Wolfhagen mit ins Boot holen will, den Konzern EON – Mitte aber außen vor lässt.

Dies sei völlig unverständlich, da die SPD in 24 Städten und Gemeinden des Landkreises gemeinsam mit EON die Stromnetze übernehmen und betreiben wolle. „Wer den aus Sicht der SPD künftigen Netzbetreiber, mit dem man beabsichtigt über das zu gründende Versorgungswerk Einfluss auf Stromproduktion und Vertrieb zu nehmen, nicht als Partner für ein Windkraftkonzept haben will, hat offenbar kein Vertrauen in den weltweit operierenden Energiekonzern,“ spekuliert Williges über die Ausschlussgründe der Genossen.

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