„Da zwischen den Zeilen immer deutlicher zu erkennen ist, dass der Erhalt der stationären ärztlichen Versorgung am Standort Ofenberg in Wolfhagen kaum noch als möglich erscheint, spricht sich die CDU Kreistagsfraktion für die Bündelung der Krankenhausstandorte Wolfhagen und Bad Arolsen in einem Neubau aus“, so Andreas Mock, Vorsitzender der CDU Kreistagsfraktion, Alexander Lorch, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion und Anna-Lena Habel, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und auch in Wolfhagen aktive Kommunalpolitikerin.

„Wenn Landrat Schmidt in der HNA vom 14.11.19 erklärt, falls es niemanden gäbe, der ein Krankenhaus in Wolfhagen betreiben wolle, sei das Konzept der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) ein Angebot, mit dem sich der Landkreis sehr ernsthaft beschäftige, so macht das wenig Hoffnung darauf, die stationäre Versorgung am jetzigen Standort retten zu können. So äußert man sich öffentlich als derjenige, der vom Kreistag den Auftrag zu Verhandlungen mit anderen Krankenhausträgern erhalten hat, nur dann, wenn man an einen positiven Ausgang nicht mehr glaubt“, macht Andreas Mock deutlich und fährt fort:

„In dieser Situation abzuwarten, bis der Kreistag in seiner Sitzung am 17. Februar einen Lösungsvorschlag vom Landrat vorgelegt bekommt, ist angesichts der engen Zeitschiene, die die GNH mit ihrer Schließungsabsicht für Mitte des Jahres 2020 vorgegeben hat, mehr als riskant. Daher hat die CDU Kreistagsfraktion für die Kreistagssitzung am 09. Dezember 2019 einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, der die Bündelung der Krankenhausstandorte Wolfhagen und Bad Arolsen in einem Neubau vorsieht.“

„Bei einer Verminderung der Fallzahlen der GNH in 2018 um 3207 Fälle muss ein Defizit nicht nur in Wolfhagen sondern auch in Bad Arolsen entstanden sein“, ist sich Alexander Lorch sicher. „Ein Rückgang der stationären Behandlungen in dieser Größenordnung ist mit erheblichen Millionenverlusten an Einnahmen verbunden. Dem gilt es entgegenzuwirken. Hierbei ist das Motto, aus zwei erkrankten mach einen gesunden Standort sicherlich vielversprechend und das nicht nur aus einem Kirchturmdenken für Wolfhagen heraus sondern gerade auch in Wahrnehmung einer sozialen Verantwortung für die gesamte Region, nicht zuletzt auch für das Kasseler Klinikum als Krankenhaus der Maximalversorgung“, so Alexander Lorch.

„Mit einer Zusammenlegung der Kliniken Wolfhagen und Bad Arolsen an einem neuen Standort kann eine auch von Krankenhausökonomen als sinnvoll erachtete Kapazitätsgröße erreicht werden, die dauerhaft in der Region einen Krankenhausbetrieb ohne Defizit ermöglicht, für die CDU eine Herzensangelegenheit“, ergänzt Anna-Lena Habel.

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