Zu einer möglichen Einstufung von Straßen im Lossetal nimmt der Kreis- und Fraktionsvorsitzende Frank Williges wie folgt Stellung:

„Der angebliche SPD- Vorschlag zur neuen Einstufung der derzeitigen Straßen B7 und K 7 im Lossetal ist ein alter Hut. Es handelt sich dabei eins-zu-eins um das Abstufungskonzept, dass die Straßenbauverwaltung schon lange vor 2008 vorgelegt hatte. Es sah vor, nach der Fertigstellung der A44, die derzeitige B 7 zur Kreisstraße K 12 und die jetzige K 7 zur Gemeindestraße abzustufen.

Dieses Konzept wurde, völlig zurecht, von den betroffenen Gemeinden und den regionalen Politikern, darunter auch die damalige Landtagsabgeordneten Frau Gottschalck und ich, abgelehnt. Die Begründung für die Ablehnung gilt noch heute: Die Gemeinden Kaufungen und Helsa  wie auch der Kreis würden über Gebühr mit Kosten für die Straßeninstandhaltung und spätere Sanierung belastet. Man denke nur an die Brückenbauwerke der jetzigen K 7. Dazu kommt noch, dass es nach dem Willen der Kommunen, die sich gegen die Autobahn im Lossetal aussprachen, das Problem, das sie nun lösen sollen, gar nicht gebe.

Aktuell gibt es in der Reihenfolge zunächst ein anderes Problem:

Durch die Verschiebung der geplanten A 44 in Richtung Tal könnte nicht nur ein Rückbau sondern ein Neubau einer parallelen Straße erforderlich werden, weil die B 7 in Teilabschnitten unter der Autobahn verschwindet. Meine Forderung: Diese Straße muss der Verursacher, der Bund, bauen, damit der Pendlerverkehr von der B 451 nach Kaufungen und durch Helsa und Kaufungen nach Kassel aufgenommen werden kann.

Erst dann kann man über künftige Kostenträger sprechen. Die Baulast für diese Straße parallel zur A 44, so meine nächste Forderung, muss bei Bund oder Land liegen.

Fazit: Der SPD- Vorschlag ist nicht neu. Dieser Vorstoß schwächt die Verhandlungsposition derjenigen, wie der CDU, die mit Recht die Übernahme der Baulast durch Land und Bund fordern. Überraschend ist, dass die Partei, die stets beklagt, dass Land und Bund Aufgaben auf die Kommunen übertragen ohne dafür die Kosten zu übernehmen, einen für Gemeinden und Kreis so kostspieligen Vorschlag machen.“

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