"Wer in Kenntnis des massiven Ausfalls von rechtlich vorgeschriebenem Sportunterricht am Schulstandort Wolfhagen den Schülerinnen und Schülern nachhaltig die zustehenden Sportstunden verweigert, nimmt gesundheitliche Beeinträchtigungen billigend in Kauf." Mit dieser Aussage kritisiert Anna-Lena Habel, stellvertretende Vorsitzende der Kreistagsfraktion, das Abstimmungsverhalten einer Mehrheit in der Kreistagssitzung vom 17. Februar 2020.

Habel weiter:
"Seit Jahren ist bekannt, dass an den Schulen in der Kernstadt Wolfhagen wöchentlich 88 vorgeschriebene Sportstunden wegen fehlender Hallenkapazitäten nicht erteilt werden können.

Verschärft wird die Situation durch die unaufschiebbaren Reparaturarbeiten an der 3 Felder Halle, die für einen längeren Zeitraum nicht für den Schulsport genutzt werden kann.

Daher ist es völlig unverständlich, dass dieselbe Mehrheit im Kreistag auch nicht bereit war, die Umgestaltung des Ascheplatzes/Sandplatzes zwischen der Wolfhager Kulturhalle und den derzeitig genutzten Grundschulgebäuden zur wetterunabhängigen Nutzung für den Sportunterricht auf den Weg zu bringen.

Als Ergebnis einer von der CDU Kreistagsfraktion initiierten Prüfung hatte der Kreisausschuss schon zu Beginn des Jahres 2019 informiert, dass die Möglichkeit besteht, am genannten Standort eine Kalthalle zu errichten. Diese Halle würde über eine Spielfeldgröße von 30,00 x 15,00 m verfügen und Kosten von ca. 298.000,00 €, inklusive Planung und Erdarbeiten, verursachen. Da es sich hierbei nicht um ein Provisorium handeln würde, wäre dieses Geld sehr gut angelegt, um so dem massenhaften Ausfall von rechtlich vorgeschriebenen Sportstunden an den Schulen in Wolfhagen dauerhaft zu begegnen.

Ein weiterer Beweis dafür, dass eine Mehrheit der Kreistagsabgeordneten, angeführt von der SPD, sich der Schaffung eines ausreichenden Sporthallenangebots in der Kernstadt Wolfhagen verweigert, ist das Drama um den für die neue Grundschule an der Liemecke zwingen erforderlichen Neubau eine Sporthalle. Hier sind sich die Gegner eines Sporthallenbaus einig, für das Jahr 2020 keine Anlaufsumme für die Planung dieses dringenden Neubaus einzustellen.

So wird auch immer deutlicher, dass die SPD, die sich gerne als Gönner der Schulen feiern lassen möchte, dann, wenn es konkret wird, nicht zum Handeln bereit ist.

Weiter verdichtet sich der Eindruck, dass Landrat Schmidt, der ja bekanntlich für eine Wiederwahl in 2021 nicht mehr anzutreten gedenkt, keine Nägel mit Köpfen machen will. Vielmehr spielt er auf Zeit, unterstützt von seiner SPD, um zunächst vorzugaukeln, man wolle ab 2021 einen Sporthallenbau in Angriff nehmen. Ob dann im nächsten Haushalt aber vielleicht die gesamte Maßnahme noch in Frage gestellt wird, bleibt abzuwarten."

„Die CDU Kreistagsfraktion wird sich auch zukünftig mit aller Kraft dafür einsetzen, dass der rechtlich vorgegebene Sportunterricht, der auch aus gesundheitlichen Gründen zwin-gend erforderlich ist, an den Schulen in der Wolfhager Kernstadt erteilt werden kann“, so Habel abschließend.

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