WOLFHAGEN. Mit Unverständnis und Entsetzen reagiert die CDU Kassel-Land auf die Entscheidung der GNH, die Kreisklinik Wolfhagen kurzfristig zu schließen. „Das ist ein ganz mieser Schlag ins Gesicht der Menschen im Wolfhager Land“, so die stellvertretende Kreisvorsitzende Anna-Lena Habel. „Nachdem die Herren Geselle und Dr. Knapp gemerkt haben, dass der von ihnen zunächst gewünschte Weg der Schließung über einen Beschluss des Aufsichtsrates juristisch in eine Sackgasse geführt hat und so nicht umzusetzen ist, greifen sie jetzt ganz tief in ihre unanständige Trickkiste und schieben den Tatbestand des angeblich nicht zu verantwortenden Brandschutzes in der Klinik vor. Da sich in diesem Bereich in der letzten Zeit aber überhaupt nichts grundlegend verändert hat, hätte die Klinik von ihnen konsequenterweise schon vor Jahren geschlossen werden müssen“, so Habel weiter. „Das übliche Vorgehen wäre gewesen, die Brandschutzmängel festzustellen und mittels eines festen Zeitplans abzuarbeiten. Da dies aber nicht geschehen ist, dürfte auch dem Dümmsten klar sein, dass es sich hier nur um ein vorgeschobenes, dreistes Argument der GNH-Führung handelt, um diesen Standort im ländlichen Raum endgültig platt zu machen. Bevor Rettungsmaßnahmen des Kreises und der Akteure vor Ort greifen können, sollen hier offensichtlich Fakten geschaffen werden“, zeigte sich auch der sozialpolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion Alexander Lorch enttäuscht. „Mir stellt sich dabei auch die Frage, wofür die GNH jetzt eigentlich die 3,2 Mio. Euro für den Fall der Übernahme der Klinik durch den Landkreis haben möchte. Dieser Wert war das Angebot für die Einrichtung im laufenden Betrieb und nicht für eine gespenstische Gebäudehülle. Auch hier drängt sich der Eindruck auf, dass dieses Angebot nur als Ablenkungsmanöver unterbreitet wurde, um die tatsächlichen Absichten der GNH zu verschleiern. Peinlich für die SPD, dass die Sozialdemokraten aus der Stadt Kassel ihre Genossen im Landkreis wieder einmal eiskalt über den Tisch gezogen haben, wofür die Bevölkerung im Wolfhager Land jetzt die Zeche zahlen soll“, so Lorch abschließend.

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